Ranakpur – Udaipur

100km, 3h, zuerst die Besichtigung des Jain Tempels der erst ab 12h für Touristen öffnet und einen restriktiven Bodycheck beinhaltet (zB: kein Leder, auch keine Ledergürtel dürfen hineingeführt werden, ein gefülltes Lederportemonnai wiederum wird gern gesehen!). Dann Weiterfahrt durch hügelige und grüne Landschaft mit Flüssen und Seen. Wobei erstere momentan eher trocken gelegten Flussbetten gleichen. Die Seen sind am besten mit Kloaken vergleichbar, unheimlich viel schwimmender Müll darin. Anmerkung zu einem auffälligem Phänomen bei unseren Bildern: Indien kommt generell auf Fotos hübscher rüber als es in Wirklichkeit ist. Anders mit Nepal: dort ist es genau umgekehrt, es war schwierig die Schönheit der Landschaft per Kamera einzufangen!

Udaipur (600’000 Einw.), das Venedig Indiens genannt, auch Stadt der Seen, ist eine sehr populäre Destination bei indischen Touristen.

Nach einer ersten, kurzen Inspektion können wir das bestätigen. Morgen haben wir eine Intensivsightseeingtour geplant…

Jodhpur – Ranakpur

160km, 4h, jetzt sind wir in der Provinz gelandet, entsprechend auch der Strassenzustand – Schüttelbecher! Dafür Ruhe, Sauberkeit, gute Luft und kein Gehupe.

Ein kleine Randgeschichte zum allgegenwärtigen „Kommissionsgeschäft“: Unser Fahrer wollte uns heute neugierig auf Opium machen, das auch hier nicht ganz legal ist. Auf jeden Fall war das der Vorwand um uns in ein orientalisch angehauchtes Brockenhaus zu locken, 3 Etagen vollgestopfter Krimskrams, den man sich aus Indien nur so vorstellen kann. Nach dem wir den offerierten Masalatee, umgeben von 4 Verkäufern, schnell ausgetrunken haben sind wir nebenan in ein reguläres Schuhgeschäft. Mario hat für $ 18 bequemere Sneakers inkl. Socken gekauft (Anmk.: Nur Wanderstiefel und Crocs aus Nepal dabei). Chef des Brockenhauses und Fahrer haben das natürlich mitbekommen – so lernt man hoffentlich!

Impressionen unseres Hotel Ranakpur Hill Resort – es hat tatsächlich erste Hügel hier und es wird grüner – mit den dazugehörigen, nachtaktiven Insekten inklusive!

Jodhpur Sightseeing

Eine intensive Besichtigung des imposanten Forts stand am Vormittag auf dem Programm. Hoch über der Stadt, auf einem Felsen thronend, ist es sein hohes Eintrittsgeld wert. Ein Audioguide in 12 (!) Sprachen, sehr gepflegte und saubere Anlage, gut dokumentiertes Museum, alles top erhalten und restauriert, keine aufdringlichen Möchtegernverkäufer und laut hornende TukTuks… eine Seltenheit in Indien!

Wir waren begeistert… danach wieder in die Wirklichkeit einer Millionenstadt, das Chaos, der Dreck, der Lärm, die Luftverschmutzung… alles was Indien so fasziniert und abundan abstösst – all inclusive!