Munnar und Streik

Nach dem gestrigen Frustrationsnachmittag folgte heute die positive Überraschung. Am Morgen hiess es lokaler Streik, unser Chauffeur könne (oder wolle) uns nicht nach Munnar (60’000 Einw.) fahren. Somit würden wir hier einen Tag festsitzen, da keine Busverbindung und ansonsten niemand fahren dürfe. Wir sind dann mal los und haben ein paar Einheimische angequatscht. Anfangs hiess es auch „not possible“, doch nach Beratung in der Runde, erklärten sich zwei Jungs bereit uns mit dem Motorrad hochzufahren. Diese fuhren uns dann mit Begeisterung während 4h durch die wunderschönen Teefelder, zu Aussichtspunkten und nach Munnar auf 1500hm. Dort besuchten wir das sehenswerte Teemusem und hätten beinahe freilebende Elefanten gesehen. 5 Stück befanden sich in der Nähe von Häusern, was für einigen Aufruhr bei den Einwohnern gesorgt hat, leider war näher zu gehen zu gefährlich. Nach der einmaligen Sightseeingtour luden uns die zwei dann noch zum Volleyballmatch am Abend ein. Da angekommen wurden wir speziell begrüsst als „erste Ausländer an einem Match“ und durften uns sogar zu den „VIP’s“ setzen.

Kochi – Munnar

130km, 4h um 9:30h Start in Kochi (600’000 Einw.) in die Berge der Western Gats in ein zu sehr abgelegenes Hotel in der Nähe von Munnar auf 1’000hm. Die angegebenen Teeplantagen haben wir noch nicht gesichtet, dafür wollte unser Fahrer uns in ein „Wonder Village“, so eine Art Disneyland „Naturerlebnispark“ mit künstlicher Animation für indische Familien, schleppen. Auch sollten wir eine Jeep-Jungle-Safari für teures Geld buchen – unsere Alarmglocken schrillten sofort und ein ernstes Gespräch folgte. Wir sind jetzt genügend auf diese reinen Kommissionsgeschäfte sensibilisiert – morgen Erkundung auf eigene Faust. Punkt!

Delhi – Kochi

Am Vormittag noch die kommenden 10 Tage, welche wir in Kerala verbringen werden, geplant. Dann Transfer zum Flughafen und am frühen Nachmittag ging pünktlich unser Flug nach Kochi. Nach gut 3h Flugzeit im südlichsten Bundesstaat gelandet, gleich von unserem Chauffeur empfangen und während der stündigen Fahrt zum Hotel noch ein kurzer Stop bei einen typischen Restaurant. Wir sind zwar bereits bei Dunkelheit angekommen und haben noch nicht soviel gesehen, aber es macht hier einen wesentlichen saubereren und ordentlicheren Eindruck als im Norden. Mehr werden wir Morgen erfahren…