Udaipur – Chittorgarh

110km, 2h auf sehr gut ausgebauter, gebührenpflichtiger Strasse. Chittorgarh (120’000 Einw.) liegt ausserhalb der Touristenpfade, dies spürt man auch (keine westlichen Angebote, dafür sehr preisgünstig).

Die Stadt selber, wie auch die dortigen Hotels, lohnen keinen Abstecher. Es hat 4km entfernt auf einem Hügel ein altes, sehr grosses Fort (angeblich das grösste Indiens). Nach dem Recherchieren vor Ort sparen wir den Besuch, da zu weitläufig (13km Rundweg mit mind. 4h Zeitbedarf) und es sei halb Ruine, halb vernachlässigt. Relaxen ist angesagt in unserem „Palace“ Hotel, dass seine glorreichen Zeiten, wenn überhaupt, schon lange hinter sich hat.

Udaipur

Gestern Abend noch schnell über unsere freundliche Réceptionistin, apropos erste weibliche (!) seit wir in Indien sind, einen TukTuk Fahrer bestellt, der mit uns ein Crashsightseeing durch die Stadt machen soll. Um 9:30h heut morgen ging’s los: Bootsfahrt auf dem Pichola Lake (James Bond Octopussy lässt grüssen), dann mit Luftseilbahn hoch zur famosen Rundumsicht, Besuch einer privaten und exklusiven Autosammlung, umtriebiger Gewürz- und Gemüsemarkt erleben und zum Schluss der gepflegte Stadtgarten…

Nadjas unerwartete Shoppinggelüste wurden auch noch befriedigt!

Alles in allem ist Udaipur der bisher angenehmste Ort/Stadt unserer Indienreise, auch weil die Menschen hier entspannter und relaxter sind (Anmk: Wir sind häufige Selfiesujets für indische Touristen – keine Ahnung warum).

Ranakpur – Udaipur

100km, 3h, zuerst die Besichtigung des Jain Tempels der erst ab 12h für Touristen öffnet und einen restriktiven Bodycheck beinhaltet (zB: kein Leder, auch keine Ledergürtel dürfen hineingeführt werden, ein gefülltes Lederportemonnai wiederum wird gern gesehen!). Dann Weiterfahrt durch hügelige und grüne Landschaft mit Flüssen und Seen. Wobei erstere momentan eher trocken gelegten Flussbetten gleichen. Die Seen sind am besten mit Kloaken vergleichbar, unheimlich viel schwimmender Müll darin. Anmerkung zu einem auffälligem Phänomen bei unseren Bildern: Indien kommt generell auf Fotos hübscher rüber als es in Wirklichkeit ist. Anders mit Nepal: dort ist es genau umgekehrt, es war schwierig die Schönheit der Landschaft per Kamera einzufangen!

Udaipur (600’000 Einw.), das Venedig Indiens genannt, auch Stadt der Seen, ist eine sehr populäre Destination bei indischen Touristen.

Nach einer ersten, kurzen Inspektion können wir das bestätigen. Morgen haben wir eine Intensivsightseeingtour geplant…