Pushkar

Heute einen gemütlichen Tag in Pushkar genossen. Nach dem Frühstück zum See und dort, vom Café aus, dem Waschritual der Hindus zugeschaut. Wir wissen jetzt wie die traditionelle Beinbekleidung der Männer gewickelt wird… Am Abend ging es dann zum Sarwaswati-Tempel, ein Pilgerort für die Hindus. Dieser liegt auf einem Hügel, von wo aus man eine schöne Sicht hat und den Sonnenuntergang beobachten kann. Die Sicht war dann auch wirklich schön. Allerdings die ganzen Gebäude marode oder nicht fertig gestellt und überall Müll. Da kann man sich schönere Orte für einen Sonnenuntergang vorstellen… Danach im empfohlenen Roof Top Restaurant mit toller Sicht auf die Bauruine nebenan gelandet. Auf ein Essen verzichtet, stattdessen mit dem „Ganster“-Tuk Tuk zu einer echten Empfehlung gefahren. Gutes Essen und Bier bekommen.

Bundi – Pushkar

180km, 4h, am Morgen hiess es noch schnell Abschied nehmen vom freundlichen Gastgeberpaar in Bundi und dann auf direktem Weg nach Pushkar (25’000 Einw.). Die Kleinstadt ist bekannt für den alljährlichen, zweiwöchigen Kamelmarkt, wo extra eine Zeltstadt mit 10’000 Feldbetten aufgestellt wird. Leider haben wir diesen um 1 Woche verpasst, aber die Spuren sind noch überall sichtbar (fliegende Händler, Karussells im Abbau, grosse Müllhalde). Der, auch bei selbsternannten Aussteigertypen, beliebte Ort ist offiziell alkoholfrei und es gibt nur vegetarische Speisen – ersteres wird aber fantasievoll umgangen. Der grosse, künstliche See im Ortskern wurde erst kürzlich renoviert und dient den hier anwesenden Hindugläubigen als spirituelle Waschgelegenheit – fotografieren verständlicherweise verboten.

Chittorgarh – Bundi

160km, 3,5h Beim heutigen Frühstück waren wir die einzigen Bleichgesichter, dementsprechend war auch das Buffet vollständig auf indische Gäste ausgerichtet. Da unsere Mägen nicht auf diese sehr scharfen Speisen schon am Morgen eingestellt sind, hat der nette Kellner uns extra Omletts, Toast und Konfi serviert. Danach ging’s nach Bundi (105’000 Einw.). Beim erreichen der Stadt hat man, von der höher gelegenen Strasse, einen guten Blick über den Ort, das gegenüber gelegene Fort und den Palast. Die Stadt macht einen sympathischen Eindruck und es ist ein Bisschen weniger chaotisch als in grösseren Städten. Als wir uns auf den Weg zum Palast machten, gab uns der freundliche Hotelbesitzer einen Stock mit. Dieser ist nicht etwa für all die Bauernfänger, sondern für die vielen Affen gedacht, welche auch sehr aufdringlich sind. Scheinbar hier ein grösseres Problem, sämtliche Dachrestaurants sind mit Bambus abgezäunt. Wegen des hohen Eintrittspreises (IND 500.-) sind wir dann allerdings doch nicht in den Palast, sondern haben das Geld lieber für Bier eingesetzt… Der Palast ist schon sehr verfallen und den hohen Eintritt nicht wert. Auf dem Markt war wie überall emsiges Treiben, wobei es in den Gassen eher gemächliche zuging. Die Nacht verbringen wir in der Pension Kasera Paradise.