Trockene, karge Schönheit…

Ein weiterer Abstiegstag stand heute auf dem Plan. Von Muktinath (3800m) über den Lubra Pass (4000m) ging’s nach Marpha (2700m), somit in den letzten zwei Tagen ganze 2900hm runter. Bereits gestern sind wir vom Bezirk Manang nach Mustang gewechselt. Das zeigt sich in der trockenen, sehr eindrücklichen Landschaft, welche geprägt ist, durch das riesige Flussbett des Kali Gandaki Nadi. Die heutige Wanderung eröffnete uns anfänglich ein atemberaubendes Panorama über die Gegend mit dem Dhaulagiri im Hintergrund. Danach ging’s steil Bergab ins Flussbett, wo anfänglich Hindernisse zu überwinden waren und uns dann eine starke, sandige Brise entgegenwehte…

Im schönen, einfachen Ort Marpha, zeigt sich auch eine andere Bauart der Häuser. Diese haben meist Flachdächer, welche von Holzscheiten umrundet sind und zum trocknen von verschiedenen Lebensmitteln dienen.

Thorung La…

4h der Wecker, 4:30h Frühstück, 5h Abmarsch zum höchsten Pass überhaupt. Bei spürbaren Minustemperaturen war man froh, dass der Körper durch die Überwindung der 500hm erwärmt wurde. Um 7h standen wir dann bereits (bei noch kälteren Temperaturen und viel Wind) auf dem 5416m hohen Thorung La. Zum Glück gab es im exklusiven Tea House einen wärmenden Milktea und sogar Sitzgelegenheit im Innern. Nach dem Pass ging es dann sehr steil bergab und es eröffnete sich uns ein herrliches Panorama. Auf der linken Seite sahen wir bereits den vierten 8000er, den Dhaulagiri und vor uns lag eindrücklich Lower Mustang. Der Anblick animiert auch dieses Gebiet zu erkunden… Nach dem die Knie heissgelaufen und wir 1600hm tiefer waren, trafen wir am Tagesziel Muktinath ein. Ein vollkommen deplatziertes Bob Marley Hotel ist unser Nachtquartier, der Name ist Programm, eine Oase der entspannten Reggae Atmosphäre!

Kurz und knackig…

Nach einem gemütlichen Frühstück könnten wir die heutige Etappe langsam angehen, da sie nur ca. 4h dauert. Anfänglich mit gemächlicher Steigung ging es von Chuli Ledar (4200m) Richtung Thorung High Camp (4900m). Der Weg führte uns teilweise auf Geröllfeldern dem Fluss entlang bis Thorung Phedi. Dort war es dann fertig mit gemächlicher Steigung… es lag plötzlich ein steiler Hang vor uns. Nach einem Stärkungstee und Biscuits ging’s dann bei Schneckentempo ca. 1h den Hang hoch bis das Tagesziel erreicht war. Fast luxeriös ist das Camp im Gegensatz zum Manaslu…