Periyar National Park

Da die Erfahrungen aus dem Ranthambore Nationalpark ja nicht so besonders waren, gingen wir heute Morgen ohne grosse Erwartungen los zum Periyar National Park. Dieser überraschte uns dann sehr positiv. Nach einer kurzen Busfahrt beim Periyar-See angekommen, starteten wir mit einem Trekking durch den Wald. Ein kurzer Empfang durch unseren kompetenten Guide, danach ein paar Formalitäten und Montur von Stulpen dann ging’s los. Zum Start querten wir mit einem Bambusfloss den See, anschliessend quer durch den Wald und am Schluss dem See entlang. Während der spannenden Tour versuchte unsere Guide immer wieder, durch die Geräusche, Tiere zu entdecken. Gesehen haben wir jedoch nur die Reviermarkierung eines Tigers, Sambahirsch lebend und Skelett und Rieseneichhörnchen. Als jedoch ein lauteres Knacken im Gebüsch zu hören war, wurde unser Guide ziemlich unruhig und wir mussten uns plötzlich sehr schnell zurück ziehen und still bleiben. Er vermutete Elefanten oder Bisons…

Unsere Erkundung ging danach mit einer Bootsfahrt auf dem See weiter. Da bestaunten wir die schöne Natur, abundan ein paar Hirsche und Vögel, Wildschweine und dann hatten wir sogar das Glück, einen Elefanten zu sichten. Nach diesen schönen Eindrücken ging’s dann zurück ins Hotel und nun geniessen wir die schöne Sicht von unserem Balkon.

Munnar – Thekkady

100km, 3,5h durchs Gebirge geschlängelt und es hat sich gelohnt. Zwei erstaunliche Dinge hier: Das Christentum ist mit vielen Kirchen stark vertreten und Kerala wird seit Jahrzehnten kommunistisch regiert – einzige Demokratie wo es tatsächlich zu funktionieren scheint! Auf jeden Fall ist ein erheblicher, positiver Unterschied zu Delhi, Agra und Rajasthan seh- und spürbar. Kurz vor unserem sehr guten Hotel einen halbstündigen Elefantenritt auf einer 25jährigen Dame gemacht, die als ehemaliges Arbeits- und Lastentier im Rentenalter nur noch Touristen tragen darf. Dies machte sie seelenruhig und ohne zu murren. Morgen geht’s in den Periyar National Park mal ein wenig Trekken, gar nicht so typisch indisch – die lassen sich gerne ab 10 Meter Distanz fahren.

Munnar und Streik

Nach dem gestrigen Frustrationsnachmittag folgte heute die positive Überraschung. Am Morgen hiess es lokaler Streik, unser Chauffeur könne (oder wolle) uns nicht nach Munnar (60’000 Einw.) fahren. Somit würden wir hier einen Tag festsitzen, da keine Busverbindung und ansonsten niemand fahren dürfe. Wir sind dann mal los und haben ein paar Einheimische angequatscht. Anfangs hiess es auch „not possible“, doch nach Beratung in der Runde, erklärten sich zwei Jungs bereit uns mit dem Motorrad hochzufahren. Diese fuhren uns dann mit Begeisterung während 4h durch die wunderschönen Teefelder, zu Aussichtspunkten und nach Munnar auf 1500hm. Dort besuchten wir das sehenswerte Teemusem und hätten beinahe freilebende Elefanten gesehen. 5 Stück befanden sich in der Nähe von Häusern, was für einigen Aufruhr bei den Einwohnern gesorgt hat, leider war näher zu gehen zu gefährlich. Nach der einmaligen Sightseeingtour luden uns die zwei dann noch zum Volleyballmatch am Abend ein. Da angekommen wurden wir speziell begrüsst als „erste Ausländer an einem Match“ und durften uns sogar zu den „VIP’s“ setzen.