Ranthambore Nationalpark

Um 6.30h wurden wir von einem offenen Bus (25 Plätze) für die morgendliche Pirschfahrt abgeholt. Bevor es zum eigentlichen Nationalpark ging, hiess es eine halbe Stunde lang bei diversen anderen Resort’s Leute einsammeln. Im Park angekommen gab es eine sehr kurze Information zu den Tiervorkommen vor Ort, von einem Möchtegern-Guide vorgetrage. Scheinbar soll es dort 52 Tiger geben (!?!). Dann fuhren wir im engen, unkonfortablen Bus, teilweise karawanenmässig, 3h durch den Park. Leider haben wir nur ein paar Hirsche, Pfauen, Vögel, Wildschweine und Affen (welche es sowieso überall gibt) gesichtet. Von Tigern war weit und breit nichts zu sehen. Die Landschaft war auch nicht sooo toll wie angepriesen (dafür erstmalig Müllfrei). Als wir nach 4h verstaubt und durchgeschüttelt ins Resort zurückkamen, haben wir uns dann entschieden am Nachmittag darauf zu verzichten. Stattdessen gingen wir im einheimischen Restaurant gut und günstig (INR 385.- für 2 Pers. inkl. Getränke) essen. Und holten uns noch ein paar Flaschen Bier für die kleine Veranda. Apropos indischer Geschäftssinn (nett ausgedrückt): Gestern kostete die Flasche noch INR 70.- heute schon INR 100.-. Da liessen wir sie stehen und bekamen sie im nächsten Shop für INR 60.-! Info: INR 100.- = CHF 1.60 / Alkohol ist teuer, wird aber gern getrunken – egal welche Religionszugehörigkeit.

Jaipur – Sawai Madhopur

160km, 3,5h mit typischer Raststätte am Strassenrand. Wir sind jetzt am Ranthambore Nationalpark, angeblich gibt es dort noch Tiger, angekommen. Morgen stehen zwei „Dschungeltouren“, 7h und 14h, auf dem Programm – wir lassen uns überraschen.

Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage in Sawai Madhopur (130’000 Einw.) ist so typisch für unsere Rajasthanreise: wir haben eine objektiv schöne Anlage mit Bungalow, der nicht nutzbare Swimmingpool (wegen Wasserqualität und nicht vorhandener Infrastruktur) nur 20 Schritte entfernt, das reichlich anwesende Personal ineffizient und unmotiviert, und die Rückseite unseres Cottage sieht genau so aus! Sprich die Resorts sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen, runtergewirtschaftet und ungepflegt – sehr schade!

Jaipur zum Zweiten

Den zweiten Tag in Jaipur gingen wir ganz gemütlich an. Gegen Mittag schnappten wir uns einen E-Rikkscha Fahrer, welcher uns in die Altstadt fahren sollte. Unterwegs noch einen kurzen Stopp; Mario zum rasieren beim Coiffeur und Nadja die 5 Tage alten Schuhe revidieren. Die Reparatur am Strassenrand war auf jeden Fall ein Erlebnis und preisgünstig, auch wenn das nach so kurzer Zeit noch nicht nötig sein sollte. Dann einen kurzen Abstecher zum Albert Museum und ins empfohlene Kino. Leider war der Saal halb leer und zudem viele westliche Touristen anwesend, deshalb nicht das erwartete, einmalige Erlebnis. Am Abend in das als „Geheimtipp“ geltende, indische Restaurant „Jal Mahal“, wo wir vielleicht das bisher beste Essen serviert bekamen.